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April 2, 2015

Autodafeh – Digital Citizens


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Autodafeh legen ebenfalls ihren Longplayer Nummer 5 vor welchen man Digital Citizens getauft hat.  Vom Artwork her mutet er schon mal etwas Retro an macht sich aber gleich recht Druckvoll ans Werk.  Mika, Anders und Jesper zählen mit zu den aktivsten Machern in der heutigen EBM Szene und werkeln, absolut nicht müde werdend, stetig an neuem Output.  Im verflixten 7. Jahr ihres bestehens kommen sie nicht ins straucheln sondern betonieren mit Digital Citizens die elektronische Ehe hörbar ins Ohr. Bereits in der Ankündigung des Albums war zu hören das man hier bei der Produktion wieder mal auf Maschinen aus den 80ern und 90ern Jahren zurück greifen möchte. Also den Staub von den alten Kisten gewischt und los gewerkelt. Dabei kam ein 13 Track starkes Teilchen aber dazu gleich mehr….

Game of Life eröffnet den reigen, ein klassischer Autodafeh, vorwärts die Richtung, etwas Härter aber noch kein Ausbruch. Feeding the Flames fügt sich im selben Stile an und damit dürften die Tanzbeine erst mal warm sein. Ins Schwitzen geraten wir hier noch nicht aber die Turnstunde läuft ja auch noch. Das man immer mal ne Belgische Note auf der Zunge hat ist bei Autodafeh nichts neues und ist quasi schon ein Markenzeichen. So aber nu mit Conflict geben sie endlich mal Gas, Technoide Sequenzen, Aggressive Stimmung. Leider keine Stomper Nummer im Klassichen Sinne eher mehr Überelektro aber etwas Clubfutter muss ja auch sein. Nichts für die Puristen die wirds hier etwas schaudern aber wir sind noch nicht am Ende. Digital Citizens der Titeltrack erfreut als nächstes, brachiale Nummer mit Computerstimme. Auch hier etwas Trance lastige Sequenzen die den Track zwar stimmig machen, mir persönlich aber ne etwas zu moderne Note hinterlassen.

Als nächstes möchte ich euch Information Society ans Ohr legen und das zum Thema “Belgische Noten” anfügen. Ein klasse Track wie ich finde, eher Downtempo, das was Autodafeh schon immer bestens umzusetzen wusste. Synthetisch, Minimal was zum Genießen. Im Anschluss dann gleich die ganze Packung No Schuffle (Front 242 Cover) sehr gut umgesetztes Cover eines guten Stückes 242. Ein richtiges Leckerlie ist High on Pain geworden für mich, Kalt, Düster, Dirty. Der wird wiederum die Kenner überzeugen.

Fazit

Eine runde Scheibe Autodafeh die sowohl die älteren Fans und Puristen sowie die New Beat Gemeinde ansprechen dürfte. Kaufen! Sage ich denn in der Sammlung sollte sie nicht fehlen. Der Versuch mal frischen Wind in den Sound zu bringen ist durchaus gelungen wenn auch stellenweise sehr brachial.

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