Cryo – Retropia

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Mit Retropia legen Cryo nunmehr ihr drittes Album, und das bislang Ausgereifteste dazu vor. Zwischen Electropop und vielen anderen Einflüssen bekommt man die Scheibe gar nicht so schnell wieder aus dem Ohr wenn man sie einmal gehört hat. Sollte in keiner guten Sammlung fehlen was Martin Rudefelt und Torny Gottberg da Ohrenbetörendes kreiert haben.

Da beginnt eine Reise durch zwei Jahrzehnte Elektronischer Musik die sich Track für Track sehr Beeindruckend in Szene setzt. Da klingt nichts Altbacken oder verstaubt sondern man erinnert an ältere Einflüsse ohne die Moderne zu vergessen und den Sound an sich im hier und jetzt zu behalten. Von Popig bis EBM Lastig, von Druck und Dampf bis Sphärisch Experimentell bewegen sich Cryo auf sehr vielen Soundflächen. Retropia wirkt deswegen trotzdem Aufgeräumt die Abwechslung in den Tracks tut der Stimmung keinen Abriss. Einige Titel haben hier für mich Club und Hit Qualitäten. At First In your Eyes der Sound erinnert klar an The KLF und ist damit absolut Geil! Rhythmisch, Vorwärts und voll ins Tanzbein geschossen Großartig!

Gleich der zweite ist ebenso ein Hammer Believer Da könnte man glatt schwärmen ne Weile. Aber dann kommt einige Tracks später noch Shelter der haut mir die Socken weg. Old School Style feinster Art, Text und Stimme mehr als passend dazu. Klarer Tipp der muss in die Clubs! Die Mitte des Albums wird dann etwas Ambient mäßig und lädt zum treiben lassen nach den Tanznummern. Diese Ruhe hat allerdings ihre ganz eigne Dynamik und man lässt sich gern Einfangen von.

Retropia wird sich vielen nicht gleich beim ersten Hören eröffnen, einige der Tracks brauchen einfach etwas Geduld und bauen sich auf wie ein gutes klassisches Drama, schöner Spannungsbogen wenig Irrwege. Trends oder aktuelle Strömungen werden absolut ignoriert und das ist es was Retropia für mich zu nem kleinen Glanzstück macht. Ideenreich, Abwechslungsreich Reif und Ausgewogen setzen die Schweden hier klare Trends wie man es machen sollte.

1. In Your Eyes
2. Believer
3. The Portal
4. Common Man
5. I Use You
6. Too Much
7. Shelter
8. Yesterday
9. So Close Pt.1
10. So Close Pt.2
11. So Close Pt.3

Auch Hervor heben muss man die letzten 3 Tracks So Close Part 1 – Part 3 Der etwas Expermimentellere Abschluss ist eines der Sachen die ich am gelungensten auf Retropia finde. Regeln? Vorgaben? bei weitem nicht sondern Spielfläche für freie Köpfe.

Fazit: Genregrenzen Interessieren Cryo absolut nicht. Ein sehr gelungenes Album Electronica das an niemanden ungehört vorbei gehen sollte. Dadarf man auch sehr auf alles kommende gespannt bleiben. Kauftipp!!! Wer es noch nicht hat sollte jetzt los legen und sich die Scheibe auf die to do Liste setzen.

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