Flat and Boots II – Livebericht

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Da die Konzerte und Festivals von Electric Tremor Dessau ja eigentlich Bundesweite Feiertage sein müssten und dazu noch per Gesetz mit Anreisepflicht versehen werden sollten, war meine Hochstimmung also genau richtig für diesen Abend. Freunde, Freude, Felsenkeller war also die Devise. Die Zeit vor den Konzerten ist bzw. war wie immer viel zu Kurz um mit allen ausreichend quasseln zu können, die Getränkegefäße aneinander zu dreschen und den Inhalt ungehemmt in die trockene Kehle rinnen zu lassen. Allein schon die Gespräche mit Fotokollegen wie Alex Jung oder Kai Rademacher sind es immer wieder wert. Viele bekannte Gesichter aus allerhand Ecken bis aus Belgien kamen sie gepilgert. Ne prall gefüllte Baar, nettes Personal und nach den Konzerten Intox, Drill und Puppe an den Reglern der Beschallungstechnik. Es war also alles feinstens bereitet um genussvoll romantische Aggressionen abzubauen. Den Anfang machte Ben Bloodygrave kann man ja nur als gutes Omen werten mit dem hörte das alte Livejahr auf und das neue wurde mit selbigen eingeleitet.

Es ging eher heimlich zu im kleinen Saal was der Atmosphäre aber eher dienlich war, Dicht an Dicht, Body on Body… So muss das… Die halb Erfrorenen die vom Rauchen wieder rein kommen waren in Sekundenschnelle wieder auf Betriebstemperatur und ohne Eiszapfen und Frostbeulen im Gedränge. Das nennt man Winterservice da kann der ADAC nicht mit halten.

Den reigen setzten dann Wulfband fort. Und was ich immer ahnte…Wulfband ist ne Clubband, gib ihnen ne dichte Atmosphäre, ne gut zusammen gerückte Crowd und eine Bühne die Körperkontakt ermöglicht… Das Rezept führte zum gewünschten Ergebnis, Chaostanzen und das vollkommen enthemmt. Abriss total! Es war ein Hammer und ordentlich Druck was da von der Bühne kam. Und so vollkommen ohne Abstand machte sich das Publikum auf selbiges zu machen was ihnen auf der Bühne geboten wurde… Ausrasten zu guter Musik.

Nach so viel Bewegung brauchte es Energie. Also erst mal nen Hipster grillen. Dazu die Grillmeister von SadoSato auf die Bühne und los ging das. In bester Live Laune und erstmals neuem Setup für mich, war es mal wieder Zeit für Menschenkegeln nach Noten. Mach´s mit, Mach´s nach, Mach´s besser… Ne Maschine muss gut geölt rund laufen also setzen die beiden Jungs die wartende Masse auch ordentlich in Bewegung! Das war gut für Herz, Kreislauf und Seele und sollte von Krankenkassen bezuschusst werden.

Entspannung? Fehlanzeige! Leaether Strip Zeit. Da ist nichts mit Ausruhen wenn die beiden Herren zu nem Old School Set gelaunt sind, fliegen bekanntlich die Fetzen. Und so war es auch dem Alter zum Trotze fegten sie uns ordentlich die Beine weg und machten Druck bis in die letzten Winkel. Geht einem immer wieder das Herz auf wenn Claus und Kurt auf der Bühne stehen und ihrem Handwerk nachgehen… Aus Fans Kleinholz hobeln… Immer ein Highlight, egal wo auch immer…

Da würden viele jetzt meinen was für ein perfekter Abend.. Oh ja das war er… aber selbst der hatte noch ne Sahnehaube verdient… Dirk Ivens und da verafllen wir genauso ins Schwelgen. Ein Künstler der viele von uns schon seit Dekaden begleitet von The Klinik über Dive und Sonar und unzählige Abseitsarbeiten. Im kleinen Rahmen bei dichter Atmosphäre, also im Club, ist das auch immer wieder ein Rausch für alle Sinne… Perfekter Abschluss für eine Livenacht.

Die Tanzlaune hatte Dirk Ivens geweckt aber dafür, war wie Eingangs schon erwähnt, das passende Personal da. Intox Matze, DJ DriLL und DJ Puppe hatten dann das Material in ihren Koffern und Festplatten welches den Anwesenden restlos die Ruhe nahm. Da war Tanzen angesagt. Die 3 zusammen sind ein Insidertipp für Elektroniker…

Ein Highlight gleich zu Jahresbeginn Danke Electric Tremor Dessau das war wieder mal jede Minute wert nur warens viel zu wenig davon.

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Live Fotograf, 360° Videofreak Webmaster des E-Blog Musik und Promo Abteilung bei (((EBM Radio)))

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