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April 8, 2015

MDS51 – Machine Mortelle


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Auf dieses Scheibchen warte ich ja auch schön länger und wollte es mir eigentlich schon letztes Jahr bei einem Dive Konzert holen nur leider kam es nicht dazu da ich verhindert war. Die nächste Chance tat sich letztes Wochenende auf beim Tommi Stumpff Konzert. Persönlich übergeben von Rico Ess selbst. Ich hab mich auf der Zugfahrt nach Hause schon geärgert das ich nichts mit hatte was diesen Tonträger in meine Gehörgänge bringen konnte. Man kann nicht alles haben also hieß es warten bis ich zu Hause bin und los gings. Digitalisieren, fürs Radio fertig taggen und ab in alle Player damit.

Machine Mortelle

Da ich beim Review zu MZ.412 schon über Bilder sprach die guter Industrial im Kopf zu zeichnen vermag, lasse ich heute mal an eben einer solchen Bilderwelt teilhaben.

Du landest allein und Einsam, völlig Ausgehungert auf deiner Insel. Von Menschlicher Zivilisation weit und breit keine Spur. Nur ein rostigfarbig, fahler Weg führt vom Strand weg. Du folgst diesem Weg und stößt auf einen riesigen Industriekomplex vollkommen eingemauert nur ein Zugangstor. Am Eingang angelangt erfassen dich Überwachungskameras und richten ihre Laser auf Dich… Target locked. Nach kurzer Zeit öffnen sich die Türen und du siehst Dinge die nach dem Armageddon nicht schlimmer sein könnten. Diese Anlage ist ein Maschine des Todes. Wesen, halb Mensch, halb zur Maschine verkommen laufen Emotions- und Willenlos umher und halten diese Machine Mortelle am Leben. Frauenkörper zu Gebärmaschinen umgebaut sorgen für stetigen Nachwuchs an Biologischem Material. Was stirbt und Verfällt landet in einer gigantischen Biogasanlage welche die Energie liefert oder aus den Körperfetten werden Schmiermittel für Teile der Maschinen. Kein Sinn, nicht stellt diese Maschine her…sie Lebt nur zur Selbsterhaltung. Keiner der sie abstellt oder Kontrolle hat. Taub, Blind und Dumm rennen verzerrte Geschöpfe umher und erfüllen nur eines…Ihren Zweck… Du willst nur eines…Rennen…schnell weg hier aber außer diesem Maschinen Geist scheint nichts zu existieren auf dieser Enklave der Hölle.

Du bist Gefangen in einer Welt die keine Gefühle kennt, die nichts In sich selbst hat außer den Wille zu Funktionieren. Der Tod ist allgegenwärtig denn nichts lebt hier wirklich, Du könntest jederzeit einem der Handlanger ein paar Kabel abziehen und schon bricht dieser fragile Kreislauf aus Mensch und Maschine auseinander. Der Tod bist Du oder er ist Dein…. Und nur ein Gedanke reibt in deinem Kopf, zermahlt deine Gedanken zu purer Panik…Warum? Zu welchem Zweck? Wer?…..


Ein Review mal etwas anders aber daran sieht man wozu guter Industrial in der Lage istb wenn die Stimmung stimmt und man sich darauf einlässt. Tracks wie Machine Mortelle und Grind möchte ich euch besonders ans Ohr legen. Das sind kleine Perlen. Die Wahl der Waffen auch hier wieder der klare Focus auf Geräuschen und Klangwelten, keine Bassorgien oder Überelektronik. Kaufen sage ich!

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